Jan
15
2004

Besichtigung der Schnapsbrennerei Schraml in Erbendorf

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Um die kalten Tage des Winters zu vergessen, plante die JU Neusorg im Januar die Schnapsbrennerei Schraml in Erbendorf zu besichtigen. Beim Probieren so mancher kleiner Köstlichkeiten verstrich die Zeit wie im Flug und so war dieser kleine Ausflug ein hochprozentiges Erlebnis, daß so schnell keiner der Beteiligten vergessen wird.

Nach hervorragender Vorbereitung durch den ersten Vorstand Christian Heinl, machte sich am Freitag Abend eine 16 – köpfige Truppe JU'ler in Richtung Erbendorf auf den Weg. Unser Ziel war die alte Propstei der Steinwald-Getränke Schraml, welche nun schon in der fünften Generation das Brau- und Brennrecht in Erbendorf ausführen. Juniorchef Schraml Martin begrüßte uns in 500jährigen Gemäuer des ehemaligen Benediktiner-Spital, und führte uns durch die Räumlichkeiten, in den so mancher „Geistlicher Herr“ schon so manches „Geistreiches“ entstehen ließ.

 

Kurz zur Geschichte der "Propstei"  

Im Jahre 1260 wurde die Alte Propstei zu Erbendorf/Steinwald erstmals urkundlich erwähnt. Zunächst Sitz eines Probstes der Benediktinerabtei, diente sie schließlich über Jahrhunderte den Stadtpfarrherren von Erbendorf als Ökonomiegut. Im Jahre 1978 kam die Propstei in den Besitz der Familie Schraml-Zirderbäck, welche ihr altes Brennrecht, das dem Hause Zierderbäck bereits um 1690/1700 verliehen worden war, auf die Gebäude der Alten Propstei übertrug und dort unterdem jetzigen Inhaber Alois Schraml mit neuem Leben erfüllte.

 

In kurzer aber sehr präziser Art, wurde uns die, scheinbar einfache, Kunst des Schnapsbrennens anhand einer Destilliermaschine erklärt. Birnen, Äpfel, Pflaumen, Himbeeren, Zwetschgen, und Schleen, aber auch Mirabellen zählen zu den Grundmassen der Maischen, welche nach strengem Rezept, zu köstlichen Bränden verarbeitet werden, so Schraml.
So Mancher dachte sich bei der Führung durch die heiligen Hallen des Schnapses selbst in das Geschäft der Schnapsbrennerei einzusteigen. Doch machte Schraml diesen Gedanken gleich zunichte als er mit Anschaffungskosten von ca. 50.000 € allein nur für die Destilliermaschine aufwartete.

 

In der neuen Etikettierungsanlage, die erst vor kurzem modernisiert wurde, konnte man sehen, wie nach dem Abfüllen der flüssigen Köstlichkeiten dem Ganzem die Krone, bzw. der Deckel oder Korken aufgesetzt wird.


So manches unserer Mitglieder konnte jedoch gar nicht genug von den hochprozentigen Köstlichkeiten bekommen und so ließ sich Herr Schraml dazu überreden, uns einmal einen Blick bzw. eine Nase in so ein Fässchen, in diesem Fall war es ein Himbeergeist, werfen zu lassen.


Im Preis der Führung inbegriffen war ein leckerer Brotzeitteller und, wie sollte es auch anders sein, zwei Probe-Schnäpse, die wir uns im Anschluss an die sehr aufschlussreiche Führung natürlich nicht entgehen ließen.


Die Familie Schraml verstand es in besonderer Art und Weise, bei einigen „hochprozentigen Probierschlückchen“ uns den Rest des Abends zu verschönern. Da konnte so manch einer natürlich nicht widerstehen, sich für die kalte Winterszeit das eine oder andere geistige Tröpfchen mit nach Hause zu nehmen.

Vor dem Aufbruch bedankte sich der erste Vorsitzende Christian Heinl nochmals rechts herzlich für die aufschlussreiche Führung bei Herrn Schraml und lies die Option offen zukünftig wieder einmal mit einer Gruppe JU'lern in der Schnapsbrennerei der Steinwaldgetränke vorbeischauen zu dürfen.

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